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Die Förderung

Beschreibung der Richtlinien und des Prozesses

Fördervoraussetzungen / Richtlinien

Die finanzielle Förderung von PV-Speichern ist an Voraussetzungen geknüpft, die die nachhaltige Entwicklung der Technologie begünstigen und einen netzentlastenden Betrieb der Anlagen garantieren sollen.

Im Folgenden ist eine kurze Zusammenfassung der Voraussetzungen aufgelistet:

  • Gefördert werden können Batteriespeicher, die zusammen mit einer neu zu errichtenden PV-Anlage angeschafft werden.
  • Es werden sowohl „Heimspeicher“ in Verbindung mit einer PV-Anlage mit bis zu 30 Kilowatt Peak (kWp) Leistung als auch „Gewerbespeicher“ in Verbindung mit einer PV-Anlage mit mehr als 30 kWp Leistung gefördert.
  • Pro PV-Anlage wird nur ein Solarstromspeicher gefördert.
  • Die Förderung kann nur gewährt werden, wenn das Verhältnis von Nennleistung der PV-Anlage zur nutzbaren Speicherkapazität mindestens 1,2 kWp je 1 kWh beträgt.
  • Anlagenbetreiber verpflichten sich zu einer dauerhaften Begrenzung ihrer Einspeiseleistung in das Stromnetz auf 50% (PV-Anlage mit bis zu 30 kWp) bzw. 60% (PV-Anlage mit mehr als 30 kWp) der installierten PV-Leistung. Dies gilt für die gesamte Lebensdauer der Photovoltaikanlage, auch bei einem Weiterbetrieb der Anlage ohne Speicher.
  • Anlagenbetreiber verpflichten sich zu einer Teilnahme an einem wissenschaftlichen Monitoringprogramm. Als Teil des Monitoringprogramms werden unter anderem Leistungs- und Betriebsdaten der installierten Systeme über das Webportal www.speichermonitoring‑bw.de abgefragt und anonymisiert zu wissenschaftlichen Auswertungen herangezogen.
  • Der Wechselrichter der PV-Anlage, bzw. des Batteriespeichers muss eine offene Schnittstelle zur Fernparametrierung des Systems aufweisen um ggf. dynamisch netzstabilisierend tätig werden zu können. Ein Eingriff in das System kann grundsätzlich jedoch nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Betreibers erfolgen.
  • Geförderte Speicher müssen durch den Hersteller mit einer Zeitwertersatzgarantie von mindestens 10 Jahren ausgestattet sein.
  • Die Förderung eines Vorhabens oder von Teilen eines Vorhabens kann mit anderen öffentlichen Förderungen kumuliert werden (zum Beispiel mit der KfW-Förderung „Erneuerbare Energien – Speicher“ des Bundes).
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Eigenbausysteme und Prototypen, sowie gebrauchte Systeme. Eine Förderung von Batteriespeichersystemen, die über Leasing erworben werden, ist ebenfalls ausgeschlossen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ in Baden-Württemberg finden Sie auf dem Landesportal des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

 

 

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank (L-Bank) mit der Abwicklung der Förderung beauftragt. Der Antrag sowie die erforderlichen Anlagen sind zunächst schriftlich oder elektronisch einzureichen. Hierfür ist das dort online bereitgestellte Antragsformular bei der L-Bank zu verwenden.

Zuwendungen werden nur für Maßnahmen bewilligt, die noch nicht begonnen worden sind. Ein Vorhaben gilt als begonnen, sobald dafür erste rechtsverbindliche Verpflichtungen, insbesondere aufgrund entsprechender Lieferungs- oder Leistungsverträge, eingegangen sind.

Das bewilligte Projekt ist binnen neun Monaten umzusetzen. Hierzu zählen sowohl die Installation des PV-Speichers als auch die Registrierung beim Monitoringprogramm. Die fachgerechte und sichere Inbetriebnahme ist durch eine geschulte Fachkraft zu bestätigen.

Wird abschließend der Nachweis zur Registrierung beim Monitoringprogramm zusammen mit dem Verwendungsnachweis PV-Batteriespeicher bei der L-Bank eingereicht, erfolgt die Auszahlung des Förderzuschusses in einer Summe. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Landeskreditbank Baden-Württemberg.

Bild © ingobartussek/fotolia.com